In dieser besonderen Folge verlassen wir die Schlagzeilen und tauchen ein in die Welt der Bücher. Mit Hilfe der in Brüssel lebenden Autorin Irina Papancheva und Stefan Grobe geben wir einige Leseempfehlungen für das lange Wochenende.
Die bulgarische Schriftstellerin Irina Papancheva begann im Alter von neun Jahren mit dem Tagebuchschreiben und ist heute Autorin von sieben Büchern, darunter „Brussel Naked“ – ein experimenteller Roman, der aus zwölf miteinander verbundenen Geschichten besteht, die jeweils nach einem Viertel in Brüssel benannt sind.
In einer besonderen Ostersonntag-Folge treffen sich Irina Papancheva und Stefan Grobe hinter den Mikrofonen von Brüssel, My Love? um ihre Leseempfehlungen für das katholische Osterwochenende zu teilen.
Brüssel, nackt von Irina Papancheva: Ein Leitfaden zum Navigieren in der EU-Blase und in Brüssel
„Brussel Naked“ ist Papanchevas neuestes Buch. Es erzählt die Geschichte von Iris, einer jungen bulgarischen Journalistin, die als Praktikantin beim Europäischen Parlament in die belgische Hauptstadt kommt.
Von FKK-Spas bis hin zu ausschweifenden Cocktailpartys zeigt der Pageturner Brüssel in all seiner Unvorhersehbarkeit: „Einige meiner Charaktere machen ganz unterschiedliche Erfahrungen. Sie zeigen, wie grausam Brüssel sein kann, aber auch, wie bezaubernd und magisch sein kann“, erklärt Papancheva.
Lázár: Ein Roman von Nelio Biedermann: Entdeckung der Geschichte Ungarns
Das von Nelio Biedermann (*2003) verfasste Buch erzählt die Geschichte einer Adelsdynastie in Ungarn im 20. Jahrhundert.
Familiendynamik und Geschichte vereinen sich im ersten Buch des Schweizer Autors ungarischer Herkunft.
„Das ist eine faszinierende Geschichte, und man fragt sich, wie ein 23-jähriger Mann so viel Leseerfahrung haben kann, dass er sich auf diese Weise ausdrücken kann. Und sie ist absolut glaubwürdig“, sagte Grobe.
Die Erweiterung von Robert Menasse: Die Zukunft der europäischen Idee
Freundschaft, Machtspiele, Politik und Geschichte verschränken sich im Roman des österreichischen Autors Menasse.
„Menasse ist der Meister des Witteismus, sehr lustiger, sehr ironischer Stil“, sagte Grobe.
Ein Roman, der die tiefsten Fragen der europäischen Identität und Politik untersucht und laut Grobe eine „Muss-Lesung“ für alle ist, die Teil der EU-Blase sind.
Zbig: Das Leben von Zbigniew Brzezinski, Amerikas Prophet des Kalten Krieges von Edward Luce: Die Vereinigten Staaten verstehen
Mit einer leichten Abkehr von der Europäischen Union und einer Hinwendung zu den Vereinigten Staaten untersucht dieses Buch das Leben von Zbigniew Brzezinski, dem nationalen Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter.
Die Geiselnahme im Iran und die Stellung der USA in der Welt am Ende des Kalten Krieges werfen Fragen und Analysen auf, die nur allzu leicht mit der Gegenwart vergleichbar sind.
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