Die Weihnachtsausgaben der EU steigen im Jahr 2025 stark an, da die Inflation die Preise in die Höhe treibt und die Regulierungsbehörden die Sicherheitsstandards für Spielzeug verschärfen.
Während Weihnachten naht und der Geschenkekauf in vollem Gange ist, wird Deutschland laut der Datenplattform Statista während der Weihnachtszeit zum größten Geldgeber in der Europäischen Union werden.
Im Jahr 2025 werden die Einzelhandelsausgaben im Weihnachtsgeschäft in Deutschland voraussichtlich rund 85,24 Milliarden Euro erreichen.
Es folgen Frankreich mit einer Schätzung von 71,65 Milliarden Euro und Italien mit mehr als 43 Milliarden Euro.
Im weiteren Europa liegt Großbritannien an der Spitze der Tabelle. Eine PwC-Umfrage prognostiziert einen Anstieg um 3,5 % ab 2024, trotz eines langsamen Beginns des festlichen Handels.
Allerdings könnten die diesjährigen Geschenke teurer sein, da die jährliche Inflationsrate der Eurozone laut Eurostat im November 2025 auf 2,2 % geschätzt wurde, gegenüber 2,1 % im Vormonat.
„Es wird erwartet, dass die Urlaubsausgaben eine vorsichtige Denkweise widerspiegeln, die jedoch durch Preissensibilität und eine Vorliebe für erschwingliche Ablässe gekennzeichnet ist“, erklärte das Mastercard Economics Institute in seiner jüngsten Prognose.
Was sind die beliebtesten Geschenke in der EU?
Nach Angaben des Wirtschaftsinstituts gehören Schönheit, Mode und Elektronik zu den beliebtesten Geschenkkategorien in dieser Weihnachtszeit.
Im letzten Quartal des Jahres 2024 gaben die Menschen in der Tschechischen Republik am meisten Geld für Kosmetika aus, während die Polen Schmuck und Uhren bevorzugten.
Unterdessen investierten die Spanier am meisten in Gebrauchtfundstücke, während die Italiener in Haushaltsgeräte investierten.
Auch unter allen Europäern gaben die Tschechen am meisten für Spiele und Spielzeug aus.
Im vergangenen Jahr waren Kosmetika und Spielzeug die Produkte, bei denen in der EU am häufigsten Sicherheitsprobleme gemeldet wurden, wobei in fast der Hälfte der Warnungen chemische Inhaltsstoffe als Hauptrisikoursache identifiziert wurden.
Toy Industries of Europe (TIE), ein Handelsverband der europäischen Spielwarenindustrie, hat außerdem 70 Spielzeuge auf den ersten Seiten der Suchergebnisse auf sieben großen Online-Plattformen recherchiert, die nach Belgien und Frankreich liefern.
Etwa 96 % entsprachen nicht den EU-Sicherheitsanforderungen und 86 % hatten schwerwiegende Sicherheitsprobleme, wie z. B. Kleinteile, die ein Erstickungsrisiko darstellen, starke Magnete und einfachen Zugang zu den Batterien.
Im Oktober dieses Jahres verabschiedete der Europäische Rat neue Regeln zur Regulierung der Sicherheit von Spielzeug, führte einen digitalen Pass ein, um online verkaufte Spielzeuge besser nachverfolgen zu können, und verbot chemische Substanzen, die für Kinder schädlich sind.