Fehlinformationen über die Weihnachtszeit haben bereits begonnen, insbesondere im Hinblick auf die angebliche Schließung deutscher Weihnachtsmärkte.
Für manche mag es noch zu früh sein, aber da Halloween vorbei ist, steht Weihnachten tatsächlich vor der Tür, und auch eine Welle von Fehlinformationen über die festliche Jahreszeit ist im Anmarsch.
Ein Bild, das online kursiert und in mehreren europäischen Sprachen in den sozialen Medien geteilt wird, zeigt angeblich einen kleinen deutschen Weihnachtsmarkt, umgeben von Polizei, Fahrzeugen und Zäunen.
Die mit dem Foto geteilten Bildunterschriften beklagen, dass Weihnachtsmärkte in Europa jetzt so stark vor Terroranschlägen geschützt werden müssen, wobei einige grundlos Einwanderung oder „Vielfalt“ dafür verantwortlich machen.
Allerdings ist das Bild eindeutig KI-generiert: Wenn man in die Gesichter von Menschen hineinzoomt, sieht man, dass die Gesichter und Texte wie die Nummernschilder der Fahrzeuge verschwommen und verzerrt sind.
Darüber hinaus können wir in der unteren rechten Ecke des Bildes gerade noch das Logo von Gemini, dem KI-Assistenten von Google, erkennen, was beweist, dass es künstlich erstellt wurde.
Diejenigen, die das Foto teilen, wollen offenbar Angst vor realen Angriffen schüren, die in der Vergangenheit auf deutsche Weihnachtsmärkte abzielten, wie etwa dem Anschlag in Berlin im Jahr 2016 und dem Anschlag in Magdeburg im vergangenen Jahr.
Im ersten Fall fuhr ein Terrorist mit einem Lastwagen auf den Markt, wobei zwölf Menschen getötet und mehr als 50 verletzt wurden. Im zweiten Fall fuhr ein Mann mit einem SUV in die Menge, tötete sechs Menschen und verletzte mehr als 300.
Die Vorfälle haben auch andere irreführende Narrative im Zusammenhang mit den Märkten ausgelöst, insbesondere die falsche Behauptung, dass Deutschland aus Angst vor Einwanderung und Terrorismus alle seine Weihnachtsmärkte absagt.
Wir können dies leicht überprüfen, indem wir die Websites der Tourismusbüros der Städte besuchen, in denen Deutschland einige seiner berühmtesten Märkte beherbergt.
Die Stadt Köln beispielsweise, deren Weihnachtsmärkte jedes Jahr rund 4 Millionen Menschen anlocken, bereitet sich offensichtlich noch darauf vor, die Feierlichkeiten ab Mitte November zu feiern.
Das Gleiche gilt für Frankfurt, wo die Öffnungstermine des Marktes klar angegeben sind.
Natürlich bestätigten beide Städte auf Anfrage von The Cube, dass sie auch ihre Weihnachtsmärkte veranstalten werden.
Leider werden in diesem Jahr zwar einige Weihnachtsmärkte in Deutschland geschlossen sein, allerdings nicht aus Angst vor möglichen Terroranschlägen.
Besucher des beliebten Marktes im Dortmunder Schloss Bodelschwingh müssen bis 2027 mit dem Feiern warten, da das Schloss laut seiner Website derzeit renoviert wird.
Andernorts haben Marktbetreiber in Rahlstedt sinkende Erträge als Grund für die Absage ihres Marktes angeführt, da die Standbesitzer nicht genug Geld verdienten, um eine erneute Durchführung des Marktes zu rechtfertigen.
Trotz der Nachricht, dass einige kleinere Märkte aus verschiedenen Gründen geschlossen wurden, wird die überwiegende Mehrheit in Deutschland dennoch weitermachen, einschließlich umfassender, angemessener und oft erhöhter Sicherheitsmaßnahmen. Dazu gehören Dinge wie die Errichtung von Betonbarrieren, die Einstellung von zusätzlichem Sicherheitspersonal und die Durchführung von Taschenkontrollen.