Estée Lauder und Puig führen Fusionsgespräche im Wert von 35 Milliarden Euro, um große Schönheitsmarken zu vereinen

Estée Lauder hat Fusionsgespräche mit dem spanischen Unternehmen Puig bestätigt, um seine Position im Duftstoffbereich zu stärken und einen anhaltenden Umsatzrückgang umzukehren.

Estée Lauder und der Parfümhersteller Puig führen Fusionsgespräche, die möglicherweise Marken wie MAC, Clinique, Charlotte Tilbury und Jean Paul Gaultier unter einem Dach vereinen würden.

Estée Lauder bestätigte die Gespräche, sagte jedoch, dass mit dem jahrhundertealten spanischen Unternehmen keine Einigung erzielt worden sei.

Der amerikanische Kosmetikmulti versucht, den Umsatzrückgang einzudämmen, wobei die Einnahmen in den letzten drei Jahren jeweils zurückgingen.

Im Jahr 2025 kündigten sie an, bis zum Geschäftsjahr 2026 bis zu 7.000 Stellen abzubauen, also mehr als 11 % der Belegschaft. CEO Stéphane de La Faverie sagte damals, dass das Unternehmen sein Betriebsmodell „schlanker, schneller und agiler“ umgestalte.

„Estee Lauder hat in den letzten Jahren den Halt verloren und muss etwas Radikales tun, um wieder an die Spitze zu gelangen“, sagte Dan Coatsworth, Marktleiter bei AJ Bell.

„Eine Übernahme von Puig ist ein interessantes Unterfangen, aber die Geschichte zeigt, dass die Verbindung zweier Unternehmen kein garantiertes Erfolgsrezept ist“, fuhr er fort.

Puig betreut Make-up-, Hautpflege- und Duftmarken wie Nina Ricci, Jean Paul Gaultier und Dr. Barbara Sturm.

Das Unternehmen ging Anfang 2024 an die Madrider Börse.

Eine Fusion zwischen Estée Lauder und Puig würde ein Unternehmen im Wert von mehr als 40 Milliarden US-Dollar (34,5 Milliarden Euro) schaffen, schrieb Sydney Wagner von Jefferies, und würde dem New Yorker Unternehmen eine stärkere Position bei Düften verschaffen, die den größten Teil von Puigs Portfolio ausmachen.

Während Düfte eine starke Kategorie bleiben, sagte Wagner, dass sich die Konkurrenz durch unabhängige Marken verschärfe und L’Oréal seine Position gestärkt habe.

Die Aktien von Estée Lauder fielen gegen 15.30 Uhr MEZ an der New Yorker Börse um mehr als 7,5 %. Der Aktienkurs von Puig stieg zur gleichen Zeit in Madrid um fast 13 %.