Ein Toter, fünf Vermisste nach dem Einsturz eines Gebäudes in Italien

Bei der Leiche, die nach dem Einsturz eines zweistöckigen Gebäudes in der Nähe von Messina gefunden wurde, handelt es sich vermutlich um die eines örtlichen Geschäftsmannes. Fünf Personen werden weiterhin vermisst.

Nach dem Einsturz eines zweistöckigen Gebäudes in der italienischen Stadt Messina wurde am Donnerstag eine Person tot aufgefunden, fünf weitere werden weiterhin vermisst.

Es wird angenommen, dass es sich bei der Leiche um die des Geschäftsmanns Carmelo Leone handelt. Es wurde von Feuerwehrleuten geborgen und in die Leichenhalle des Universitätskrankenhauses von Messina gebracht.

Das Gebäude beherbergte im Erdgeschoss und im ersten Stock mehrere Geschäfte, darunter einen Supermarkt und ein Geschäft, während im zweiten Stock vier Wohnungen untergebracht waren.

Feuerwehrleute begannen mit der Suche nach Personen, von denen befürchtet wurde, dass sie unter den Trümmern eingeschlossen seien, nachdem Angehörige berichtet hatten, dass sie mit Familienmitgliedern, die sich im Gebäude aufgehalten hatten, keinen Kontakt herstellen konnten.

Die Ursache des Einsturzes wird noch untersucht. Eine erste Theorie, dass eine Gasexplosion den Einsturz ausgelöst habe, wurde vom Bürgermeister von Messina zurückgewiesen. Lokale Medien berichteten, dass das Gebäude vor dem Einsturz erbebte, was auf ein mögliches Strukturversagen schließen lässt.

Fünf werden noch vermisst, darunter die Angehörigen des mutmaßlichen Opfers

Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA gehören zu den Vermissten die beiden Schwestern des mutmaßlichen Opfers, Sara und Rosa Leone, sein Ehemann Santino Magazzù sowie ein srilankischer Staatsbürger, der mit ihnen zusammen war, Lhairu Warnakulasuriya. Bei der fünften vermissten Person handelt es sich um Alessandra Frazzica, eine Verkäuferin, die sich im ersten Stock befand.

Retter kämpfen gegen die Zeit, denn die ersten paar Stunden sind entscheidend für die Suche nach Überlebenden. Feuerwehrleute versuchen auch mithilfe von Mobilfunksignalen, die noch vermissten Personen zu lokalisieren.

Explosionsgefahr erschwert Rettungsmaßnahmen

Rettungseinsätze werden durch die Gefahr von Explosionen durch brennbare Gase erschwert, die möglicherweise unter den Trümmern eingeschlossen sind. Die Behörden befürchten, dass sich die Gase entzünden könnten, wenn sie Sauerstoff ausgesetzt werden.

„Bis zum allerletzten Moment dachte ich, ich würde sterben. Ich habe Staub und winzige Partikel eingeatmet, keine Luft“, wurde Davide Lambiate, einer der drei bei dem Einsturz Verletzten, von der italienischen Nachrichtenagentur ANSA zitiert.