Ab Mittwoch, dem 12. November, müssen Ryanair-Passagiere ihre Bordkarte in digitaler Form in ihrer myRyanair-App haben.
Im September kündigte der Billigflieger Ryanair an, ab dem 12. November nur noch digitale Bordkarten zu akzeptieren.
Die Fluggesellschaft verlangt nun von Passagieren, dass sie online einchecken und ihre Bordkarte in der Ryanair-App erstellen.
Die Online-Richtlinien von Ryanair deuten darauf hin, dass ausgedruckte Bordkarten nicht mehr akzeptiert werden, es sei denn, es liegen besondere Umstände vor, etwa wenn ein Passagier kein Smartphone besitzt.
Ein EU-Land hat jedoch gewarnt, dass die neuen Maßnahmen der Fluggesellschaft die Gefahr einer Nichteinhaltung der Fluggastrechte darstellen.
Akzeptiert Ryanair nur digitale Bordkarten?
Ab Mittwoch, dem 12. November, müssen Ryanair-Passagiere ihre Bordkarte in digitaler Form in ihrer myRyanair-App haben.
Der Umzug hat Bedenken hinsichtlich älterer Passagiere geweckt, die möglicherweise kein Smartphone besitzen oder sich nicht damit auskennen.
Reisende fragen sich auch, was sie tun sollen, wenn der Akku ihres Telefons leer ist, es gestohlen wird oder die Internetverbindung unterbrochen wird.
Portugals nationale Zivilluftfahrtbehörde (ANAC) hat Leitlinien zu den neuen Regeln zur Klärung der Passagierrechte herausgegeben.
Nach Analyse sowohl der von der Fluggesellschaft auf ihrer Website bereitgestellten Informationen als auch zusätzlicher Klarstellungen kommt ANAC zu dem Schluss: „Es scheint, dass Ryanair beabsichtigt, alle Passagierrechte zu gewährleisten, einschließlich der Rechte von Passagieren mit Behinderungen, eingeschränkter Mobilität oder Passagieren, die kein Smartphone oder Tablet besitzen.“
„Es ist außerdem beabsichtigt, keine Gebühr für die Neuausstellung der Bordkarte für diejenigen zu erheben, die online eingecheckt haben.“
Portugal sagt, Ryanair könne Papier-Bordkarten nicht ablehnen
Allerdings fügt die Behörde hinzu, dass sie Ryanair über bestimmte Verpflichtungen informiert habe, um sicherzustellen, dass das Unternehmen keine Passagierrechte verletzt.
Darin heißt es, dass die Fluggesellschaft jedes Verhalten unterlassen muss, das Passagiere in Portugal mit bestätigter Flugreservierung und eingechecktem Passagier am Boarding hindert, weil sie nicht im Besitz einer digitalen Bordkarte sind.
Ryanair darf außerdem keine obligatorischen Gebühren für den Erhalt und die Nutzung physischer (Papier-)Bordkarten erheben.
In gewisser Weise hat Ryanair dies bereits bestätigt: Reisende können an den Check-in-Schaltern des Flughafens kostenlos eine Bordkarte in Papierform anfordern, sofern sie bereits online eingecheckt sind.
Es handelt sich jedoch um eine zusätzliche Sicherheitsebene für Passagiere in Portugal, da sie keinen besonderen Grund (z. B. den Verlust ihres Telefons) benötigen, um ohne digitale Version ihrer Bordkarte einsteigen zu dürfen.
„ANAC wird die Situation weiterhin beobachten und seiner Aufgabe nachkommen, die Sicherheit und Einhaltung der Rechte von Fluggästen zu gewährleisten“, heißt es in einer Erklärung der Behörde.