Das Land bittet die Vereinigten Arabischen Emirate um Hilfe bei der Entsalzung.
Die Wasserressourcen Zyperns haben aufgrund extremer, anhaltender Dürren einen Ausnahmezustand erreicht.
Die Niederschläge der letzten Tage haben wenig zur Linderung der Situation beigetragen. Der Landwirtschaftsminister des Landes sagte, dass der Zufluss zu den Staudämmen bislang lediglich zwei Millionen Kubikmeter beträgt und die Reserven bei lediglich 10 Prozent liegen.
In einer Dringlichkeitssitzung am Freitag, dem 23. Januar, genehmigte der zyprische Ministerrat ein neues Maßnahmenpaket im Wert von 31 Millionen Euro, wobei sich die Gesamtprojekte auf mehr als 200 Millionen Euro belaufen.
Die Bürger forderten eine Reduzierung des Wasserverbrauchs um 10 Prozent
Ziel der Regierung ist es, bis Ende 2026 insgesamt neun neue Entsalzungsanlagen in Betrieb zu nehmen. Doch die Maßnahmen hören hier nicht auf und die Bürger wurden eingeladen, sich den Bemühungen anzuschließen.
Insbesondere sagte der Landwirtschaftsminister, dass jeder persönlich seinen Wasserverbrauch um 10 Prozent reduzieren sollte, was einer Reduzierung des fließenden Wasserverbrauchs um zwei Minuten pro Tag entspricht.
Den Landwirten wurde bereits mitgeteilt, dass sie in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr 30 Prozent weniger Wasser erhalten werden.
Zypern konsultiert die Vereinigten Arabischen Emirate, um sowohl Fachwissen zum Thema Wasserknappheit bereitzustellen als auch Entsalzungsanlagen zu liefern.
Im Jahr 2025 schickte das arabische Land im Rahmen eines bilateralen Abkommens 13 Entsalzungsanlagen kostenlos nach Zypern.