Irland erlebte am 27. Mai eine rekordverdächtige Hitzewelle im Mai, wobei die Temperaturen in Dublin und anderen Teilen des Landes am zweiten Tag in Folge über 30 °C lagen. Die ungewöhnliche Wärme lockte große Menschenmengen in Parks, Strände und öffentliche Plätze in der gesamten Hauptstadt, wo die Bewohner nach Linderung der Beschwerden suchten, die man eher mit Südeuropa in Verbindung bringt. Das Ereignis markierte eine der heißesten Maiperioden in Irland und stellte einen scharfen Kontrast zum typisch milden Atlantikklima des Landes dar. Viele Dubliner freuten sich über den Sonnenschein, während andere ihre Besorgnis über die umfassenderen Auswirkungen der immer häufiger auftretenden Hitzeextreme auf die Umwelt zum Ausdruck brachten.
In Portugal stiegen die Temperaturen sogar noch höher und erreichten in der Region Santarém, etwa 80 Kilometer nordöstlich von Lissabon, vor Mittag 37 °C. Niedrige Wasserstände entlang des Flusses Tejo legten große Sandbänke frei, während Hitzeflimmern Straßen und umliegendes Ackerland bedeckte. Die Bewohner versammelten sich in der Nähe des Flusses, um sich abzukühlen, während andere in den Stadtzentren Schatten suchten. Einige Einheimische bemerkten, dass solche Erkrankungen häufiger vorkämen als in den Vorjahren. Die Hitze, die sowohl Irland als auch Portugal betrifft, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Wissenschaftler weiterhin steigende Temperaturen in ganz Europa beobachten, wo Klimaexperten davor warnen, dass extreme Wetterereignisse häufiger und intensiver auftreten.
Die Vereinten Nationen bezeichneten die extremen Bedingungen als „brutale Erinnerung“ an die sich verschärfende Klimakrise, während die Behörden in der gesamten Region Gesundheitswarnungen herausgaben. Wissenschaftler sagen, dass die steigenden globalen Temperaturen, die größtenteils auf die Emissionen fossiler Brennstoffe zurückzuführen sind, Hitzewellen auf der ganzen Welt immer häufiger und intensiver machen.