Lufthansa Group und SWISS sind die jüngsten Fluggesellschaften, die die Regeln für Powerbanks ändern – hier erfahren Sie, was Sie wissen sollten

Die Lufthansa Group schließt sich Fluggesellschaften wie Emirates und Qantas an und stoppt den Einsatz von Powerbanks im Flug.

Die Zahl der Fluggesellschaften, die die Nutzung von Powerbanks als Reaktion auf Vorfälle durch fehlerhafte Elektronikgeräte einschränken, nimmt weltweit zu.

Die Lufthansa Group, zu der Austrian Airlines, Brussels Airlines, Discover Airlines, Eurowings, ITA Airways und Swiss International Air Lines gehören, hat am 15. Januar als letztes Unternehmen neue Regeln eingeführt.

Auf Flugreisen ist die Beschränkung auf zwei Powerbanks pro Person beschränkt und die Nutzung während des Fluges, einschließlich des Aufladens über Bordsteckdosen, ist verboten.

Welche Regeln gelten also und welche Fluggesellschaften verbieten Passagieren die Mitnahme dieser kleinen, aber potenziell gefährlichen Geräte an Bord?

Powerbanks können auf Flügen eine Brandgefahr darstellen

Powerbanks oder tragbare Ladegeräte stellen ein verstecktes Risiko dar, das einige Fluggesellschaften dazu veranlasst hat, ihre Richtlinien zu überdenken.

„Das Hauptproblem bei Powerbanks sind die darin enthaltenen Lithium-Ionen-Batterien, die bei Beschädigung oder Defekt eine Brandgefahr darstellen können“, sagt der Reiseberater Colin Pearson, der mit dem Boutique-Hotel Stanton House Inn zusammenarbeitet. „Eine defekte Powerbank kann überhitzen, Feuer fangen oder sogar explodieren, was auf engstem Raum in einem Flugzeug besonders gefährlich ist.“

Lithium-Ionen-Batterien sind bekanntermaßen flüchtig, und wenn sie hohem Druck oder extremen Temperaturen ausgesetzt werden, beispielsweise während eines Fluges, erhöhen sich die Risiken.

Aus diesem Grund hat die International Air Transport Association (IATA) empfohlen, Powerbanks nur im Handgepäck der Passagiere unterzubringen und auf bestimmte Wattstundenwerte zu beschränken, um die Brandgefahr zu verringern.

Fluggesellschaften führen Beschränkungen für Powerbanks ein

Obwohl Vorfälle, bei denen Powerbanks Feuer fingen, selten vorkamen, reichten sie aus, um bei Flugsicherheitsexperten weitreichende Besorgnis auszulösen.

„Es geht nicht mehr nur um Unannehmlichkeiten. Die Sicherheit aller Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord des Flugzeugs steht an erster Stelle, und selbst ein einziger Vorfall kann weitreichende Folgen haben“, sagt Pearson.

Fluggesellschaften wie Qantas, Emirates, Cathay Pacific und Singapore Airlines haben Passagieren verboten, sie während des Fluges zu benutzen oder sie an den Steckdosen des Flugzeugs aufzuladen.

Während die Richtlinien von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft leicht variieren können, haben die meisten damit begonnen, Verbote für Powerbanks mit größerer Kapazität durchzusetzen oder die Anzahl der Powerbanks, mit denen Sie reisen dürfen, zu reduzieren.

Welche Regeln gelten für die Mitnahme von Powerbanks auf Flügen?

„Der wichtigste Punkt, den Sie im Hinterkopf behalten sollten, ist, sich immer über die Richtlinien der jeweiligen Fluggesellschaft zu informieren, bevor Sie fliegen“, rät Pearson, da die Regeln unterschiedlich sein können.

Generell können Reisende Powerbanks mit einer Kapazität von bis zu 100 Wattstunden mit an Bord nehmen, ohne die Fluggesellschaft benachrichtigen zu müssen.

Doch mobile Ladegeräte zwischen 100 und 160 Wattstunden benötigen meist eine Sondergenehmigung.

Personen über 160 Wattstunden sind auf Flügen nicht gestattet.

Wichtig ist, dass Powerbanks nur im Handgepäck und niemals im aufgegebenen Gepäck verstaut werden dürfen. Stellen Sie sicher, dass Sie auch prüfen, ob Ihre Fluggesellschaft Ihnen erlaubt, diese Geräte in Gepäckfächern unterzubringen, oder ob sie an Ihrem Sitzplatz verbleiben müssen, da einige viel strengere Vorschriften haben.

Da einige Fluggesellschaften die Verwendung einer Powerbank an Bord nicht zulassen, rät Pearson, Alternativen in Betracht zu ziehen, etwa das Aufladen des Geräts vor der Reise oder die Suche nach Flughäfen, die Ladestationen anbieten, um das Risiko ganz zu vermeiden.

„Ein wenig zusätzliche Vorbereitung kann viel bewirken“, sagt er. „Dieses Verbot von Powerbanks ist nur ein weiterer Schritt, um sicherere Flüge für alle zu gewährleisten.“